Klimageräte sind heutzutage sehr zuverlässig. Werden Sie regelmäßig gewartet, tun sie oft jahrelang klaglos ihren Dienst. Doch äußere Umstände können die Funktion der Geräte stören. Auf dieser Seite finden Sie einige typische Schadensbilder.

Kältemittelkreislauf

Der Kältemittelkreislauf ist für hohe Drücke ausgelegt, besteht in der Regel aus Kupferrohr in zwei verschiedenen Durchmessern (Niederdruck-/Hochdruckseite) und ist von einem Mantel aus isolierendem Schaumstoff umgeben. Verbindungen werden gebördelt und mit einer Überwurfmutter verschraubt. Werden diese Verbindungen allerdings nicht fachgerecht ausgeführt, kann Kältemittel austreten. Das kann schleichend geschehen, und ist ein bestimmter Stand des Kältemittelvorrats im Gerät unterschritten, schaltet es ab. Oder es kann schlagartig passieren, beiden Ereignissen ist jedoch gemein, dass sich an der Austrittsstelle Öl ansammelt, das im Kältemittel zur Schmierung beweglicher Teile im Kreislauf, wie z.B. dem Kompressor, enthalten ist. Liegt die Leitung in der Wand, bildet sich auf dem Verputz ein Ölfleck. Leitungsortungstechnik ist in diesem Fall dann nicht nötig.

Kältemittelleitungen

Gegen die Einwirkung von Bohrmaschinen sind Kältemittelleitungen auch nicht immun. Und dass man eine mit dem Bohrer erwischt hat, merkt man sofort. In dem Fall hilft nur noch, Bohrmaschine hängen lassen und nichts wie weg, will man sich keine Verbrennungen an den Händen einhandeln. So kann man nur warten, bis der Druck im Kältekreislauf abgebaut ist und hoffen, dass der Bohrer einen Teil des im Kältemittel enthaltenen Öls zurückhält, damit sich die anschließende Putzaktion in Grenzen halten kann.

Elektronik

Manchmal werden wir zu Fällen gerufen, wo das Fehlerbild sehr diffus ist. Gerät läuft an, schaltet sich wieder ab, Lüfter springt nicht an, die Betriebsanzeige gibt widersprüchliche Fehlercodes aus. Meist ist in solchen Fällen die Elektronik beschädigt.

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Zum einen können Überspannungen, sei es durch kurzzeitige Spannungsschwankungen im Stromnetz oder durch Gewitter, elektronische Komponenten zerstören. Und wer glaubt, Elektronik unterliege keinerlei Alterung, irrt sich gewaltig. Insbesondere Elektrolykondensatoren verlieren mit der Zeit ihre Speicherfähigkeiten, weil das in ihnen enthaltene Elektrolyt verdunstet ist. Oder sie platzen wegen Überbeanspruchung auf. Gelötete Verbindungsstellen können sich aufgrund thermischer Spannungen lösen und Fehlerbilder zeigen wie bei einem Wackelkontakt.

Innengerät

Weniger dramatisch sind Fehler am Innengerät der Klimaanlage. Tritt Wasser aus, deutete das auf ein Problem mit der Kondensatentsorgung an. Das Kondenswasser bildet sich am Verdampfer, der der Umgebungsluft die Wärme entzieht. Dessen Oberfläche ist deutlich kälter als die Lufttemperatur, der Taupunkt wird unterschritten und die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Je nach Größe des Raumes und der Anzahl der Personen, die sich darin befinden, können mehrere Liter Wasser am Tag anfallen. Und können diese nicht abfließen, z.B. durch einen Anschluss an das Abwassersystem oder in einen Behälter, tritt das Wasser am Gerät aus. Gründe können eine Verstopfung der Leitung oder der Ausfall der Kondensatpumpe sein. Oder es wurde vergessen, den Kondensatbehälter zu leeren.

Außengerät

Das Außengerät hat die Aufgabe, die Wärme, die zuvor der Raumluft entzogen wurde, an die Umwelt abzugeben. Und auch hier gibt es Dinge und Ereignisse, die das Gerät bei seiner Arbeit behindern können. Wurde der Wärmetauscher länger nicht gereinigt, kann er bei starker Beanspruchung nicht mehr genügend Energie abgeben, da Staub und Dreck auf seinen Lamellen eine Isolierschicht bilden. Ist die Außeneinheit von Efeu überwuchert, hat das einen ähnlichen Effekt.

Falsch gewählter Aufstellort

Auch ungeschickt gewählte Aufstellorte können dazu führen, dass im Hochsommer die Klimaanlage ihre Arbeit einstellt. Ziegeldächer z.B. erhitzen sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf mehr als 50 Grad Celsius. Und behalten diese Temperatur auch noch lange bis in die Nacht bei. Die obere Einsatzgrenze eines Klimageräts beträgt im Normalfall 43 Grad. Das bedeutet, der Kältemittelkreislauf kann seine Wärme nicht mehr abgeben, die Anlage läuft nur noch mit verminderter Leistung oder stellt sich automatisch ab.

Hilfe bei Ausfall

Ist die Elektronik beschädigt, hilft meist nur der Austausch. Und bei der Vielzahl der Hersteller, Geräte und Gerätevarianten müssen wir Elektronikersatzteile immer bestellen, was immer mit einer gewissen Lieferzeit verbunden ist. Für die Zwischenzeit können wir unseren Kunden mit Mietgeräten aushelfen, um die Kühlung wichtiger Bereiche wie z.B. Serverräumen oder Labore sicherzustellen.

Klima-Leihgeräte

Gerne stellen wir Ihnen nach Bedarf Klimageräte zum Leihen bzw. Mieten zur Verfügung. Neben einer Auswahl an Kompaktgeräten verfügen wir auch für größere Anforderungen über schnell verfügbare Lösungen. Bitte sprechen Sie uns an!

REMKO IBIZA

Leistungsstarke Spotkühler. Mit den mobil einsetzbaren Raumklimageräten RKL 300 und RKL 360 können gezielt Arbeits- und Wohnbereiche in Räumen gekühlt werden.

REMKO PALMA DC

Raumklimagerät in Split-Ausführung. Die Verflüssigereinheit (Außenteil) und die Verdampfereinheit (Innengerät) sind konstruktiv getrennt. Die Verflüssigereinheit wird im Freien aufgestellt. Die serienmäßige Ausrüstung des Gerätes mit einer Aufhängevorrichtung ermöglicht auch das Aufhängen an einer Außenwand.